„Ermordet von Händen von Bösewichten“
Am 7. November zeigt unser Verein den Dokumentarfilm „Ermordet von Händen von Bösewichten“, den der bekannte und renommierte Investigativ-Journalist und Sachbuchautor Ulrich Chaussy zusammen mit Daniel Harrich produziert hat. Der Film handelt von dem Mord an einem Juden und seiner Lebensgefährtin in Erlangen im Jahr 1990: Der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke, die selbst evangelische Christin war und sich gemeinsam mit Shlomo Lewin im jüdisch-christlichen Dialog engagierte, starben am Abend des 19. Dezembers – brutal erschossen von einem angeblichen Einzeltäter.
Der angebliche Einzeltäter Uwe Behrend gehörte zur rechtsextremistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, dennoch wurde die Tat nicht vollständig aufgeklärt und trotz eines langen Prozesses nie gesühnt. Ulrich Chaussy und Daniel Harrich rekonstruieren die Tat und ihren Zusammenhang zum Anschlag auf das Oktoberfest am 26. September 1980. Bei diesem rechtsextremen Terroranschlag kamen 13 Menschen ums Leben und 221 Menschen wurden schwer verletzt. Ulrich Chaussy hat mit seinen hartnäckigen Recherchen und einem Dokumentarfilm dazu beigetragen, dass die Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat wiederaufgenommen und als rechtsextremistisch motivierter Terror eingeordnet wurden.
In dem Dokumentarfilm „Ermordet von Händen von Bösewichten“ zeichnen die Filmemacher ein Porträt der Persönlichkeit von Shlomo Lewin. Das Mordopfer blieb bis heute in der Öffentlichkeit unbeachtet und hat nach seiner physischen Ermordung auch noch einen Rufmord erlitten – die Polizei spekulierte über einen persönlichen Racheakt und Lewin wurde als angeblicher Mossad-Agent verleumdet.
Ulrich Chaussy (links im Foto) wird bei der knapp einstündigen Filmvorführung im Kino Berchtesgaden anwesend sein und nach der Vorführung in einem Podiumsgespräch Fragen zu dem Film beantworten.


